Kornelia Kugler/ Lena Siebertz

Projekt: Gegengift 

Ort: Parkplatz Völkerschlachtdenkmal

Zeitraum: 18.10.2013, ca. 10-18 Uhr

 

Ein nationales Kriegsdenkmal wird zum kulturellen Kapital einer Stadt, und wenn nur die Farbe stimmt, können sich alle darauf einigen? Mit der Installation “Gegengift” wollen Kornelia Kugler und Lena Siebertz die gemeinschaftsstiftende Eventisierung und Inszenierung des Völkerschlachtdenkmals, die zum Anlass des 100 jährigen Bestehens stattfindet, aufgreifen. Ein antinationaler “Gift-Shop” wird temporär vor dem Denkmal errichtet, um das Verhältnis zwischen Souve­nir und Denkmalklotz, City-Branding und Nationalismus, Erinnerungskonstruktion und neoliberalem Kapitalismus zu reflektieren.

In ihren Installationen und Videoarbeiten setzen sich Kornelia Kugler und Lena Siebertz vor allem mit der Konstruktion von Erinnerung, den Zusammenhängen von Architektur und Ideologieproduktion, und zudem mit Kontinuitäten sowohl des Nationalsozialismus, als auch des deutschen Kolonialismus auseinander. Ihre Arbeiten bewegen sich dabei in einem Spannungsfeld historischer „Fakten“, Fiktion und Affirmation, wobei die Betrachter_innen eingeladen sind, einen aktiven Part in der Bedeutungsproduktion einzunehmen.